Der Borkenkäfer


Hans Görzen

Borkenkäfer kommen weltweit und an allen Laubbäumen und Nadelbäumen vor. Die meisten Arten besiedeln geschädigte oder bereits abgestorbene Laub- und Nadelbäume. Unter günstigen Bedingungen vermehren sie sich sprunghaft und können Waldbestände flächig zum Absterben bringen.

Kenntnisse über Befallsverhalten: Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde ihrer Wirtsbaumarten wie der Fichte und legen dort Brutgänge für ihre Nachkommen an. Hierbei unterscheidet man zwischen holzbrütende Borkenkäfer, deren Gänge ins Holz vordringen und rindenbrütende Borkenkäfer, die ihre Brutgänge unter der Rinde anfertigen.

Wie erkennt man Borkenkäferbefall? Buchdruckerbefall lässt sich bereits zu Beginn des Befallsgeschehens am Auswurf braunen Bohrmehls erkennen. Es sammelt sich am Stammfuß, in Rindenschuppen, in Spinnweben und auf der Bodenvegetation. Spätere Kennzeichen sind Spechtabschläge, Abfallen der Rinde und Kronenverfärbung oder Nadelverlust der Krone im grünen Zustand.

Bekämpfung der Borkenkäfer: Die derzeit einzige wirkungsvolle Bekämpfung ist die Methode der "Sauberen Wirtschaft". Das heißt:
1. Von Borkenkäfer befallene Bäume möglichst schnell einschlagen.
2. Das Holz aus dem Wald abfahren.
3. Bei Kupferstechergefährdung auch Gipfelmaterial unschädlich machen

Wo überwintern Borkenkäfer? Im Winter befinden sich die Käfer in einer Winterruhe, entweder unter den Rinde (ca. 1/3 der Population), oder in der Waldboden Streu (ca. 2/3).

Haben Borkenkäfer natürliche Feinde? Ja. Ist die Wasserversorgung ausreichend und die Vitalität des Baumes hoch, kann sich die Fichte zunächst selbst gegen einen Angriff durch Borkenkäfer wehren. Beim Einbohren wird der Harzfluss der Fichte ausgelöst, der einzelne Käfer abtötet.
Borkenkäfer haben auch andere natürliche Feinde z.B. verschiedene Arten von Milben, Schlupfwespen, Spechte und Pilze. Aber auch Käferarten oder Fliegen bedrohen ihn. Sie treten mitunter in großen Mengen auf. Eine Massenvermehrung können sie jedoch nicht verhindern.

Wann beginnt im Frühjahr der Käferflug: Buchdrucker und Kupferstecher schwärmen im Frühjahr ab Mitte oder Ende April aus ihren Winterquartieren aus. Beide Käferarten fliegen bei Temperaturen ab 16º C und trockener Witterung.

Wer rastet, der rostet


Hans Görzen

Niemand möchte rosten und schon gar nicht einrosten. Aber das müssen wir auch nicht. Denn der Titel ist selbsterklärend, und fordert Menschen auf, sich aktiv körperlich wie geistig zu betätigen. Bewegung ist wichtig, wer sich zu wenig bewegt, wird unbeweglich. Unsere Muskulatur braucht die tägliche Anstrengung, um sich zu stärken und eine gewisse Ausdauer aufzubauen. Auch sollte der geistige Eifer gepflegt werden, um sich der rasant technischen Entwicklung im Berufsleben und privat fortlaufend anzupassen. Das gilt für den körperlichen als auch für den Bildungsstand. Nur wer laufend sein Gehirn trainiert, bleibt bis ins hohe Alter geistig beweglich. Ein ständiges Weiterlernen ist so zwingend notwendig, um den täglichen Anforderungen im Alltag gewachsen zu sein.

Hierzu fällt mir ein altes Sprichwort ein: "Nur in einem gesunden Körper ruht ein gesunder Geist". Es ist eine alte Weisheit, die gerade in unserer Zeit wieder an Bedeutung gewinnt. Die Mehrheit unserer Gesellschaft arbeitet im Büro, also im Sitzen. Die Folge: Wir werden unbeweglicher und auf Grund des Bewegungsmangels entstehen Haltungsschäden oder andere Krankheiten. Aber wie bleibe ich fit oder wie steigere ich meine Leistungsfähigkeit? Nun, ich denke, Fitnesstraining und eine gesunde Ernährung ist der Schlüssel hierzu. Regelmäßige Gymnastik-Übungen sind ein wichtiger Baustein für ein Leben in Gesundheit. Die Vorteile sind zahlreich: Mit einem besseren Herzkreislauf-System zu einer gesunden Lunge und mithin zu einer guten Körperhaltung. Auch das Gehirn wird besser durchblutet, wodurch die Versorgung mit Sauerstoff verbessert wird. Zudem sind Wandern und andere Sportarten ideal, um Kontakte mit anderen Menschen zu knüpfen und eventuell neue Wander-Freundschaften zu schließen. Wer so seinen Körper trainiert und ständig sein Gehirn beansprucht, behält seine Leistungsfähigkeit und bleibt im Arbeitsleben bis hin zum Ruhestand geistig fit.

Dieses Phänomen der Ruhelosigkeit ist das Grundelement der fortlaufenden Modernisierung und somit Segen und Fluch zugleich. Das hängt hauptsächlich mit der Digitalisierung zusammen. Durch digitale Medien sind wir einer ständigen Informationsflut ausgesetzt. Zudem sollen wir ständig erreichbar sein und stehen deshalb fortwährend unter dem Druck etwas zu verpassen. Das stresst! Auch durch das Mehr an Möglichkeiten stehen wir unter dem permanenten Zwang, möglichst viel zu machen, das Leben auszukosten, und bloß nichts zu verpassen. Das führt nicht zu mehr Zufriedenheit, sondern zum Gegenteil, schlimmstenfalls zum Burnout. Die Folgen der Beschleunigung sind überall spürbar geworden.

Auch Senioren sind von derartigen Einschränkungen betroffen. Nicht nur Seh- und Hörsinn werden schlechter, auch die Gelenke schmerzen und alle Bewegungen fallen uns schwerer. Aber auch hier gilt: Körperliche Aktivität ist dringend erforderlich, um Rückenschmerzen zu vermeiden oder rundum gesund zu bleiben. Geregelte Betätigung, sei es durch Gymnastikübungen, Spazieren gehen, Laufen oder Fahrradfahren, vermittelt ein Gefühl von Lebenskraft und Gesundheit. Zudem sind Heimtrainer für ältere Mitbürger eine weitere Trainingsform. Dem aber nicht genug! Für viele rüstige Senioren gilt ebenso: "Wanderlust statt Coronafrust"! Und das hat im letzten Jahr – auch wegen der Pandemie – laut dem Deutschen Wanderverband (DWV) um 25 Prozent zugenommen. Warum? Wandern bedeutet für viele eindrucksvolle Landschaften, Verbundenheit mit der Natur und Stille. Zudem ist es eine Wohltat, draußen zu sein, Feld und Wald zu genießen und tief durchzuatmen. Raus aus dem Alltag und rein in die Erholung von Körper, Geist und Seele. Und gerade durch die Infektionskrankheit COVID-19 hat das Wandern einen völlig neuen Stellenwert erhalten, denn durch die Schließungen fielen auch jede Menge der sonst üblichen sportlichen Betätigungsfelder weg. Wandern hingegen war immer möglich, egal zu welcher Jahreszeit und egal an welchem Ort. Ja, Wandern ist der perfekte Weg zur Entschleunigung und zum gesunden Lebensstil.

Auch etwas Passivität darf nicht zu kurz kommen, denn eine gewisse Untätigkeit ist der Schlüssel für ein aktives, erfolgreiches und erfülltes Leben. Mach mal Pause, ruhe Dich aus, sammle neue Kräfte. Also, nicht immer agieren, sondern auch mal passiv verbleiben. Jedem Menschen hilft etwas Anderes, um zu entspannen. Die Hauptsache verbleibt: "Lass regelmäßig bewusst Lücken in deinem Alltag für diese Auszeiten"! Das Rasen von einer Verpflichtung zur nächsten führt mit der Zeit zum Wunsch, sich zu entspannen, Abstand zu nehmen, oder es sich einfach bequem zu machen. Gibt es Zeiten der Hektik, so muss es im Anschluss auch Raum zum "Nichtstun", zum Verarbeiten von Eindrücken, Erfahrungen und Emotionen geben. Doch meist ist das Gegenteil der Fall: Weil wir mehr Zeit haben, halsen wir uns immer noch mehr auf und geraten erst recht in Stress.

Bekanntlich steht in der modernen Arbeitswelt das dauerhafte Erbringen von Leistungen im Vordergrund. "Wer rastet, der rostet" lautet da die Lebensweisheit, die diese Einstellung verkörpert. Auch in der Freizeitwelt ist ein gewisser Leistungs- bzw. Konkurrenzgedanke zu spüren. Im Sport ist er besonders ausgeprägt. Dabei sollten wir es nicht übertreiben sondern lieber mal einen Gang zurückschalten. Ein japanisches Sprichwort könnte uns dabei helfen. Es lautet: "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Wie wahr, wie wahr!

Fazit: Ob Wandern mit Gleichgesinnten im Verein oder mit Freunden, gelegentlich Faulenzen, bis hin zum entspannten Sport, davon sollten wir häufiger Gebrauch machen. Damit wir stets sagen können: "Uns geht es gut, wir fühlen uns wohl"!

UGV-Wanderkästen neugestaltet


Die Wanderkästen des Upländer Gebirgsvereins Willingen e.V. beinhalten seit jeher nützliche Tipps zum Wandern sowie die Wandertermine der vom UGV kostenlos veranstalteten geführten Wanderungen.

Die alten Aushangkästen waren ein wenig in die Jahre gekommen; aus diesem Grunde hat der UGV alle vier Kästen neugestaltet und bei der Gelegenheit erstmals auch weitergehende Informationen bis hin zum Download der Wanderstrecken per QR-Code digitalisiert.

Dabei werden die TOP 10 der Willinger Wanderwege beginnend mit den Flaggschiffen "Uplandsteig" und "Besinnungsweg" neu beschrieben. Diese Wege-Informationen sollen kurzfristig auch auf der UGV-Homepage online gestellt werden.

Dass Wanderer und Radfahrer gut zusammenarbeiten zeigt, dass mit Volker Schröder, dem der herzliche Dank des UGV's gilt, ein Urgestein in der Mountainbike-Szene den Upländer Gebirgsverein ganz wesentlich bei der Gestaltung der neuen Wanderkästen mitgewirkt hat.

Neuwahlen am 30. Oktober 2020


von Dieter Pollack

Die Jahreshauptversammlung 2020, die am Freitag, 30. Oktober 2020 im Kurhotel Hochsauerland 2010 nachgeholt wurde, war in zweifacher Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen mussten die Vorgaben der Corona-Verordnungen beachtet werden. Abstandsregeln einhalten und Kontakte vermeiden war also angesagt. Außerdem konnte der gesellige Teil der Versammlung mit dem traditionellen gemeinsamen Abendessen, der für viele der Vereinsmitglieder ein wesentlicher Bestandteil der alljährlichen Versammlungen ausmacht, leider nicht stattfinden. Letztlich konnte der Vereinsvorstand nur 20 Mitglieder zur JHV 2020 begrüßen.

Zum anderen standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung, die folgendes Ergebnis haben:
Vorsitzende: Helmut Kesper, Else Kummer und Manfred Querl
Schriftführerin: Sabine Jäger (Stellvertreter: Achim Kramer)
Kassierer: Armin Schmalz (Stellvertreter: Volker Scholz)
Wanderwart: Manfred Querl
Wegewart: Rudi Horstmann
Presse- und Medienwart: Dieter Pollack

Kassierer Volker Scholz konnte über eine weiterhin solide Kassenlage des Vereins berichten.

Die Ehrung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder sowie der langjährigen Vereinsmitglieder werden nachgeholt.

Wandern ist aktiver Sport


Hans Görzen

Bewegen, bewegen, egal ob Wandern oder andere Sportarten. Unser Körper ist ständig in Bewegung, und er ist für ein Leben mit Bewegung programmiert. Ohne Bewegung können sich unser Skelett, die Muskulatur und die inneren Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Der Körper würde degenerieren.

Dass Bewegung durchs Wandern gesund ist, steht außer Frage, nur übertreiben sollte man es nicht. Denn es muss nicht jeder ein Spitzensportler oder Streckenläufer sein. Leistungssport ist ja auch nicht immer gesund.

Etwa ab dem 35. Lebensjahr beginnt die Leistungsfähigkeit des Körpers aufgrund natürlicher Alterungsprozesse abzunehmen. Mit zunehmendem Alter steigt daher das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ausreichend Bewegung und gezieltes Training helfen, die Risikofaktoren für Erkrankungen zu senken, oder gesund älter zu werden. Bestimmte Auswirkungen von Bewegung können schon nach kurzer Zeit eintreten. Beispielsweise verbessern sich die Muskelkraft und der Fettstoffwechsel in zirka vier bis sechs Wochen nach dem Trainingsbeginn. Um das Risiko für Erkrankungen zu senken und möglichst lange in Gesundheit leben zu können, muss Bewegung jedoch regelmäßig, im richtigen Ausmaß und lebenslang betrieben werden. Das lässt sich schon mit zwei bis drei Stunden pro Woche erreichen, egal ob durchs Wandern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Wer seine körperliche Grenzen kennt und akzeptiert, mäßig aber regelmäßig Sport treibt, hat den größten Gewinn für das eigene Wohlbefinden.

Und wie stehen unsere Wanderfreunde zum Bewegungssport? Dazu befragte ich unser langjähriges Mitglied und Kriminalkommissar-Anwärterin Julia Körner aus Frankfurt.

Julia, was bedeutet für dich Bewegung?
Antwort: Bewegung ist für mich das Maß aller Dinge im Leben. Ohne Bewegung würde man physisch als auch psychisch einrosten. Und wahrscheinlich nicht mal ansatzweise so viel Spaß und Freude erleben, oder sich nicht aus eigener Kraft weiter entwickeln können.

Welche Bewegungsart bevorzugst du?
Ich bevorzuge Teambewegungssportarten, insbesondere Fußball, weil im Team alles mehr Spaß macht, und es fällt irgendwann gar nicht mehr auf, wie sehr man sich anstrengt.

Und wie fühlst du dich danach?
Ich merke dann, dass ich etwas Gutes für meine Gesundheit und meinem Wohlbefinden getan habe, aber auch dementsprechend erschöpft bin.

Danke Julia!

Eigentlich weiß jeder, dass Bewegung wichtig ist. Doch leider scheitern viele zu oft an ihrem inneren Schweinehund oder der Bequemlichkeit. Zu warm, zu kalt, zu nass, zu dunkel, zu wenig Zeit. Ausreden gibt’s genug! Die Vorteile eines aktiven Lebens sind zahlreich: von einem besseren Herz-Kreislauf-System zu einer verbesserten Körperhaltung, gesünderen Lunge - bis hin zum Vermindern des Risikos von schweren Krankheiten.

Wusstet ihr eigentlich, dass Sportler seltener krank sind als Stubenhocker?! Moderate Trainingseinheiten härten ab, stärken die Abwehrkräfte und können langfristig diverse Krankheiten vorbeugen. Intensive und ungewohnte Trainingsbelastungen dagegen schwächen das Immunsystem, da der Körper umfangreiche, belastende Aktivitäten erst einmal als Stress empfindet und sich während der Regeneration an die harten Belastungen anpassen muss. Also, lieber langsam an höhere Anstrengungen herantasten.

Was viele oft vergessen: Neben unserem Körper ist Bewegung auch wichtig für unsere Psyche! Aktivitäten machen uns glücklicher, zufriedener und ausgeglichener. Wir fühlen uns einfach besser! Auch lernen wir unsere Grenzen besser kennen und entwickeln somit insgesamt ein besseres Körperbewusstsein. Die gesteigerte Durchblutung und die daraus resultierende Sauerstoffversorgung des Körpers bewirkt, dass Stress abgebaut wird, so kann man sich besser konzentrieren und auch gut schlafen. Auch die Lebenserwartung steigt. Kurz: Wir werden insgesamt nicht nur körperlich, sondern auch psychisch langfristig belastbarer. Wandern als Sport ist einfach eine Wunderwaffe für uns und unsere Psyche!

Lasst uns den inneren Schweinehund erfolgreich überwinden und den Bewegungssport als Ventil nutzen, um Frust, Enttäuschung oder Langeweile im Alltag abzubauen. Man denke nur an all die positiven Veränderungen, die sich durch Bewegung einstellen. Sport durch Wandern oder andere Bewegungsarten ist so wichtig für unsere Gesundheit. Deshalb wartet nicht aufs neue Jahr, einen neuen Monat oder nächste Woche. Legt sofort los und tut etwas für euch! Ihr werdet es nicht bereuen!