3. Uplandsteig-Wandermarathon 2017 in Willingen

an einer VerpflegungsstelleGemeinsam mit der Gemeinde Willingen (Upland) und dem Naturpark Diemelsee veranstaltete der Upländer Gebirgsverein (UGV) im Mai dieses Jahres den Uplandsteig-Wandermarathon. Knapp 100 mutige Wanderer nahmen daran teil, darunter waren auch viele Frauen. 26 Teilnehmer starteten am Morgens, um den 66 Kilometer langen Steig zu erkunden. Für die Länge von 42 Kilometer entschieden sich 39 Wanderer. Und die Halbmarathon Gruppe startete mit 33 Mitläufern über den Hopperkopf durch eine atemberaubende Landschaft. Entlang der Strecke waren 6 Kontroll- und Verpflegungsstationen eingerichtet, an denen viele fleißige Helfer Service-Dienste leisteten. Dieser Wandermarathon ist mittlerweile eine feste Sportveranstaltung in unserem Wanderprogramm. Auf Grund der gelungenen Veranstaltung, erreichten uns viele Zuschriften.

So schrieb Thomas Bludau:
Vielen Dank für diese klasse Veranstaltung! Es hat großen Spaß gemacht. Ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall dabei sein, viele Grüße.

Martina Krenz mailte:
Ich möchte mich für die gut organisierte und mit viel Herzblut durchgeführte Veranstaltung bedanken. Ich komme bestimmt nochmals wieder.

Dirk Ippach protokollierte:
Als Erst-Teilnehmer möchte ich euch allen als Veranstalter ein großes Kompliment aussprechen. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder. Vielen Dank für diesen schönen Tag.

Besonders angetan war Andreas Bangert von dieser Veranstaltung und schickte uns folgenden Bericht.

Warm up 2017: Und wieder hatte Helmut recht! Nach meinem Zusammenbruch im letzten Jahr, war ich mir ziemlich sicher, dass ich diesen Marathon nicht mehr mit wandern werde. Tja, denkste... . Ich war schon wieder dabei, nur die Einstellung war eine andere. 42 km reichen und es dauert so lange wie es dauert. Kein Zeitdruck, kein gesetztes Ziel, Wanderschuhe statt Sportschuh – einfach nur genießen! Warum der Sinneswandel? Man wird wohl älter, oder vielleicht sogar vernünftiger... .

Blödsinn! Vielleicht älter, aber nicht vernünftiger und die Wanderschuhe dienten mir als Bremsklotz. Der Extrem Wandermarathon steht vor der Tür, da muss man kurz vorher nicht alles geben. Dieses Jahr war die Mittelstrecke also das "warm up" für den Marathon um den Edersee. Mit Renè (Mein Lebensretter im letzten Jahr) und Thorsten hatte ich auch die beste Begleitung. Auch die Beiden wollten für die Extremtour mal antesten.

See in Bömighausen: Um halb neun wurden wir von einem Bus am Besucherzentrum abgeholt und nach Eimelrod geshuttelt. Nach einer kurzen Begrüßung durch einen Wanderführer, durften wir dann auch auf die Strecke. Mit Spaß in den Backen, Klara am Himmel und der wohl besten Aussicht vor uns, konnte der Tag wohl nicht besser starten. Trotz Bremsklötzen an den Füßen ging es dennoch flott voran, aber wir gingen es so locker an, dass immer mal Zeit für ein Foto war.

Warum gucken die so? Bis zur ersten Verpflegungs- und Stempelstelle war das Feld noch sehr kompakt. Danach zog es sich aber ganz ordentlich auseinander. Einige ganz ambitionierte, die sich ein Zeitlimit gesetzt hatten (Ich weiß gar nicht warum man sowas macht), waren schnell und nur noch als kleiner Punkt in der Ferne zu erkennen. Wir drei von der Tankstelle gingen unbeirrt unseren Rhythmus weiter und fanden dann Anschluss in einem kleinen Grüppchen aus Wiederholungstätern von den letzten Jahren und zwei Mädels die zum ersten Mal dabei waren.

Kein Schnee – nur Regen!!! Bei super netten Gesprächen, gegenseitigen Neckereien und anhaltend gutem Wetter, vergingen die Kilometer wie im Flug. An der Graf- Stolberg- Hütte gab es dann den zweiten Stempel und eine sehr leckere Gemüsesuppe zur Stärkung. Kurz hinter der Diemelquelle, mussten wir es hinnehmen, dass wohl Pechmarie eimerweise Wasser aus dem Wolkenfenster schüttete, aber da wir (selbstverständlich) für jedes Wetter gerüstet waren, überstanden wir auch die viertel Stunde im Regen. Die Schoki aus Thorsten's Rucksack und die wiederkehrende Sonne ließen den Regenschauer schnell vergessen.

Die drei von der Tankstelle: Über den "Toten Mann" zur dritten Stempelstelle am Streit, über die Hochheide auf den Clemensberg. Hier (ganz wichtig) Selfie des Tages schießen und dann gelassen weiter zum höchsten Punkt der Wanderung.

Denkmal auf dem Langenberg: "Der höchste Berg in Nordrhein Westfalen (843 m über NN)", so steht es seit Jahr und Tag auf dem Schild vor dem Gipfelkreuz und von dort aus ging es nur noch bergab. Natürlich nur topographisch und nicht mit der Stimmung. Locker flockig und immer mit Späßen auf den Lippen, ging es über den Grenzweg hinunter zur letzten Verpflegungsstelle am Richtplatz und dann mehr oder weniger gemütlich bis zum Ziel im Besucherzentrum. Dort gab es wie in den vergangenen Jahren (Ich konnte es zum ersten Mal tatsächlich nutzen) Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit, den Tag in gemütlicher Runde revue passieren zu lassen.

Immer bergab Richtung Ziel: Immer wieder kommt man zur selben Erkenntnis, dass wir das Glück haben, eine so schöne Landschaft direkt vor der Tür zu haben und nutzen das eigentlich viel zu wenig. Der Uplandsteig mit seinen vielen wunderschönen Aussichtspunkten ist immer wieder eine Wanderung wert.

Geschafft: Nie wieder...! Nein! Ich kann es ja doch nicht lassen! Nächstes Jahr dann wieder lang und unter 10 Stunden... . Jetzt kann erstmal der Extrem-Wandermarathon kommen – ganz locker.



Zahlen sind etwas schönes

42,2 Kilometer – 920 Höhenmeter

4524 verbrannte Kalorien – 60286 Schritte

7 Std. und 24 Min. unterwegs